Fribourg-Gottéron startet mit 4:2-Sieg in die Champions Hockey League
von belmedia Redaktion Eishockey Europa Freiburg Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch swisshockey.ch Themen Verbreitung
Schweizer Meister Fribourg-Gottéron ist erfolgreich in die neue Champions-Hockey-League-Saison gestartet. Die Freiburger setzten sich auswärts beim österreichischen Meister Graz99ers mit 4:2 durch. Lange mussten die Drachen allerdings um den Sieg kämpfen: Bis tief ins letzte Drittel stand es erst 1:1, ehe Yannick Rathgeb und Neuzugang Anthony Richard innerhalb kürzester Zeit die entscheidende Wende herbeiführten.
Für Gottéron war die Partie in Graz gleichzeitig das erste Pflichtspiel der Saison 2026/27. Der Schweizer Meister bekam dabei unmittelbar zu spüren, dass der internationale Wettbewerb keine einfache Aufwärmrunde für die bevorstehende National League ist.
Graz hielt über weite Strecken hervorragend dagegen und zwang die Mannschaft von Trainer Roger Rönnberg zu viel Geduld.
Lange ausgeglichene Partie in Graz
Nach dem ersten Drittel stand es 1:1. Auch im zweiten Abschnitt gelang keiner der beiden Mannschaften ein Treffer, sodass das Spiel mit völlig offenem Ausgang in die letzten 20 Minuten ging.
Gerade für Fribourg war dies eine anspruchsvolle Situation. Die Freiburger gingen als Schweizer Meister und damit zumindest auf dem Papier als Favorit in die Begegnung, trafen aber auf einen Gegner, der in der vergangenen Saison selbst den Meistertitel gewonnen hatte.
Die Graz99ers hatten bereits vor der Partie angekündigt, sich vor dem Schweizer Starensemble keinesfalls verstecken zu wollen. Genau das zeigte sich auf dem Eis.
Bis weit ins Schlussdrittel hinein blieb es beim 1:1. Erst in der 54. Minute gelang Gottéron der Befreiungsschlag.
Rathgeb und Richard schlagen innerhalb einer Minute zu
Yannick Rathgeb brachte die Freiburger in der 54. Minute mit 2:1 in Führung. Nur wenig später folgte bereits der nächste Treffer.
Anthony Richard erhöhte in der 55. Minute auf 3:1 und verschaffte seinem neuen Team damit innerhalb kürzester Zeit erstmals einen komfortableren Vorsprung.
Gerade für den kanadischen Neuzugang ist der erfolgreiche Einstand bemerkenswert. Richard bestreitet seine erste Saison im europäischen Eishockey und wurde im Sommer als Verstärkung für die Offensive verpflichtet.
Graz gab sich allerdings noch nicht geschlagen. Die Österreicher verkürzten in der Schlussphase nochmals auf 2:3 und sorgten damit für eine hektische Schlussphase.
Als die Gastgeber ihren Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis nahmen, machte erneut Richard alles klar. Der Kanadier traf ins leere Tor und stellte mit seinem zweiten Treffer den 4:2-Endstand her.
Schweizer Meister muss sich neu beweisen
Der Sieg ist für Fribourg auch deshalb wichtig, weil der Meisterkader während des Sommers einige Veränderungen erfahren hat. Mehrere Spieler der historischen Meistermannschaft haben den Club verlassen, gleichzeitig kamen neue Kräfte hinzu.
Eine ausführliche Vorschau auf die neue Ausgangslage gibt es im Beitrag über Fribourg-Gottéron als gejagten Meister und die wichtigsten Veränderungen in der National League 2026/27.
Der erste Ernstkampf zeigte bereits, dass die neue Mannschaft noch nicht sämtliche Aufgaben souverän löst. Gleichzeitig bewies Gottéron aber jene Qualität, die erfolgreiche Teams auszeichnet: In einer lange ausgeglichenen Partie reichten wenige starke Minuten, um das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen.
Am Samstag wartet bereits Klagenfurt
Viel Zeit zum Feiern bleibt den Freiburgern nicht. Die Mannschaft bleibt in Österreich und bestreitet bereits am Samstag ihr zweites Spiel in der Champions Hockey League.
Dann wartet auswärts der KAC Klagenfurt.
Nach dem 4:2 in Graz startet der Schweizer Meister mit drei wichtigen Punkten in die europäische Kampagne. Spielerisch war noch nicht alles überzeugend – die Effizienz in der entscheidenden Phase jedoch sehr wohl.
Und besonders Anthony Richard dürfte sich seinen ersten internationalen Pflichtspielabend mit Gottéron merken: zwei Tore und ein entscheidender Anteil daran, dass der Schweizer Meister mit einem Sieg in die neue Saison startet.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert