(Freiburg). Blaulicht, Kontrollen, Einsätze – und manchmal einfach ein Ausblick, bei dem man kurz stehen bleiben möchte.
Die Kantonspolizei Freiburg startet mit einem besonders stimmungsvollen Foto in die neue Woche.
Fribourg-Gottéron startet erstmals in seiner Geschichte als amtierender Schweizer Meister in eine National-League-Saison. Roger Rönnberg besitzt weiterhin einen hochklassigen Kern, muss nach den Abgängen von Julien Sprunger, Reto Berra, Lucas Wallmark und weiteren Meisterspielern aber wichtige Rollen neu verteilen. Wir trauen den Drachen erneut eine starke Qualifikation zu – unsere Prognose lautet Rang 4.
Die vergangene Saison war historisch. Fribourg beendete die Qualifikation mit 100 Punkten auf Rang 2 und krönte die Spielzeit am 30. April in Davos. Im siebten Finalspiel gewann Gottéron 3:2 nach Verlängerung, Lucas Wallmark erzielte in der 65. Minute den entscheidenden Treffer und beendete damit die jahrzehntelange Jagd nach dem ersten Schweizer Meistertitel der Klubgeschichte.
Danach veränderte sich die Mannschaft stärker, als es bei einem Titelverteidiger auf den ersten Blick erscheinen mag. Klublegende Sprunger beendete seine Karriere, Berra verliess Fribourg ebenso wie Wallmark, Ty Rattie, Kyle Rau und mehrere weitere Spieler. Neu dabei sind unter anderem Anthony Richard, Jonas Taibel und Rückkehrer Ludovic Waeber. Andrea Glauser übernimmt das Captainamt von Sprunger und steht damit sinnbildlich für die neue Hierarchie beim Meister.
Fribourg-Gottéron kassiert in der Champions Hockey League die zweite Heimniederlage innerhalb von drei Tagen. Der Schweizer Meister verliert in der BCF Arena gegen Adler Mannheim mit 3:4, obwohl er gleich dreimal in Führung liegt. Patrick Brown erzielt in der 53. Minute den entscheidenden Treffer für die Deutschen.
Jan Dorthe bringt Gottéron bereits in der 2. Minute mit 1:0 in Führung, Nick Mattinen gleicht wenig später aus. Jacob de la Rose sorgt 18 Sekunden vor der ersten Pause im Powerplay für das 2:1. Nach Leon Gawankes erneutem Ausgleich trifft Yannick Rathgeb im zweiten Drittel ebenfalls in Überzahl zum 3:2 – doch nur 56 Sekunden später stellt Mattinen mit seinem zweiten Tor wieder auf Gleichstand.
Für die Mannschaft von Roger Rönnberg ist es nach dem 2:4 gegen Pilsen bereits die zweite Niederlage an diesem CHL-Heimwochenende. Zuvor war Gottéron mit zwei Auswärtssiegen perfekt in den Wettbewerb gestartet, darunter dem spektakulären 3:1 gegen Klagenfurt mit drei Powerplay-Toren innert 67 Sekunden. Nach vier Partien stehen die Freiburger bei sechs Punkten.
(Liestal BL). Zocken, scrollen, chatten und recherchieren: Das Internet gehört zum Alltag unserer Kinder und Jugendlichen.
Doch nicht alles, was online passiert, ist harmlos.
Christian Fassnacht beendet seine Karriere in der Schweizer Nationalmannschaft. Der 32-jährige Offensivspieler der Young Boys zieht nach 24 Länderspielen und fünf Toren einen Schlussstrich. Fassnacht begründet seinen Entscheid mit seiner zuletzt kleineren Rolle und dem Wunsch, nun jüngeren Spielern Platz zu machen.
Der Zürcher gehörte seit seinem Debüt im Oktober 2018 während acht Jahren immer wieder zum Kreis der Nationalmannschaft. Sein Weg war aussergewöhnlich: Fassnacht absolvierte kein einziges Spiel für eine Schweizer Nachwuchs-Auswahl und schaffte erst kurz vor seinem 25. Geburtstag den Sprung ins A-Team. Insgesamt brachte er es auf 656 Einsatzminuten im Nationaltrikot.
Sportlich befindet sich Fassnacht auf Klubebene weiterhin in ausgezeichneter Verfassung. Anfang September erzielte er beim 4:2 der Young Boys beim FC Zürich einen Hattrick und gleichzeitig sein 100. Super-League-Tor. Künftig kann sich der YB-Offensivspieler vollständig auf seine Klubkarriere konzentrieren.
Die Schweizer Beachsoccer-Nati beendet die Europameisterschaft in Viareggio mit der Bronzemedaille. Im Spiel um Platz 3 gegen Dänemark steht es nach regulärer Spielzeit und Verlängerung 8:8, ehe die Entscheidung in einem aussergewöhnlich langen Penaltyschiessen fällt. Erst der 24. Versuch bringt der Schweiz den Podestplatz.
Dabei hätte das Team von Nationaltrainer Angelo Schirinzi die Partie schon früher entscheiden können. Im Schlussdrittel führt die Schweiz mit 7:5, kassiert aber noch zwei Gegentreffer. Gerade einmal 22 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit gelingt Dänemark der Ausgleich zum 7:7.
Die Schweiz reagiert in der Verlängerung nochmals. Glenn Hodel erzielt das 8:7 und bringt die Nati erneut ganz nahe an die Bronzemedaille. Doch wiederum hält die Führung nicht: Villads de Fries gleicht sechs Sekunden vor Ablauf der dreiminütigen Verlängerung zum 8:8 aus. Einen Tag nach dem klaren 4:10 im Halbfinal gegen Gastgeber Italien zeigt die Schweiz damit grosse Moral.
Mika Brunold feiert den bislang grössten Erfolg seiner Karriere. Der 21-jährige Schweizer gewinnt das ATP-Challenger-Turnier im österreichischen Tulln und bezwingt im Final den Brasilianer Joao Lucas Reis da Silva mit 6:4 und 6:3. Für Brunold ist es der erste Titel auf Challenger-Stufe.
Besonders beeindruckend ist der Weg zum Turniersieg: Brunold musste bereits in der Qualifikation antreten und gewann in Tulln insgesamt sieben Partien. Im gesamten Turnier verlor er lediglich einen Satz. Im Halbfinal hatte er den als Nummer 4 gesetzten Ukrainer Vitaliy Sachko mit 6:0 und 6:2 regelrecht vom Platz gefegt.
Der Erfolg bringt Brunold auch in der Weltrangliste einen gewaltigen Schritt nach vorne. Als Nummer 410 der Welt war er nach Österreich gereist, nun wird er sich in die Top 260 verbessern und damit seine bisherige Bestmarke von Rang 289 deutlich übertreffen. Noch im August war Brunold beim Challenger in Sion im Viertelfinal an Dominic Stricker gescheitert.
Die Schweiz lässt sich kulinarisch besonders spannend dort entdecken, wo Lebensmittel und Gerichte eng mit Landschaft, Landwirtschaft und regionalen Traditionen verbunden sind. Zwischen Waadtländer Rebterrassen, Walliser Raclette, Bündner Trockenfleisch, Tessiner Polenta und jurassischem Käse entstehen Genussreisen, bei denen der Weg zum Produzenten ebenso wichtig wird wie das Essen selbst. Statt möglichst viele Restaurants anzusteuern, lohnt es sich, wenige Regionen auszuwählen und Keller, Käsereien, Märkte, Alpen und traditionelle Gasthäuser miteinander zu verbinden.
Gerade die kurzen Distanzen machen solche Reisen unkompliziert. Innerhalb weniger Tage lassen sich Weinberge, Produktionsstätten und historische Orte kombinieren, ohne dass jeder Reisetag von langen Transfers bestimmt wird. Entscheidend ist eine saisonale Planung: Weinlese, Alpzeit, Märkte, Kastanienfeste oder offene Keller schaffen unterschiedliche Reiseanlässe. Gleichzeitig sollte genügend Raum bleiben, um Produkte nicht bloss zu degustieren, sondern ihre Herkunft und Herstellung kennenzulernen.
Ein Wochenende in einer Schweizer Kleinstadt braucht weder lange Transfers noch ein dichtes Besichtigungsprogramm. Historische Altstädte, Museen, regionale Küche, Fluss- und Seeufer liegen vielerorts so nah beieinander, dass sich Kultur und Genuss bequem zu Fuss verbinden lassen. Murten, Solothurn, Thun, Aarau oder Bellinzona zeigen dabei sehr unterschiedliche Seiten des Landes: zweisprachige Stadtgeschichte, barocke Architektur, alpine Kulissen, zeitgenössische Kunst oder mittelalterliche Befestigungen.
Gerade für zwei Nächte sind kurze Wege ein Vorteil. Nach der Ankunft muss kein komplexes Verkehrssystem verstanden werden, und zwischen Museum, Restaurant und Spaziergang bleibt genügend Zeit für spontane Entdeckungen. Entscheidend ist weniger die Zahl der Programmpunkte als die Wahl einer Stadt, deren Charakter zum Wochenende passt. Wer Kultur, Essen und einen landschaftlichen Kontrast verbindet, kann bereits innerhalb weniger Tage überraschend viel erleben.